Lebhafter Vortrag von Dr. Gerhard Fasching an einer Straßen- unterführung nach Hallwang

Unfertige Unterführung für den paralell verlaufenden Wirtschaftsweg

Gedenkstein zum Beginn der österreichischen Arbeiten an der Autobahn Salzburg - Wien am 17.07. 1954. (am sog. "Salzburger Tor", einer Straßenüberführung)

unter der Bärentalbrücke

Talübergang Zilling mit 14 Bögen

Casino im Schloss Kleßheim

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13. Treffen in Piding 20. - 22.10.2005

Anschließend gab es eine Überraschung unseres Vorstandsvorsitzenden. Östlich der Raststätte Mondsee verlässt die heutige Autobahntrasse die alte RAB-Trasse, die zum Attersee führen sollte. Und unweit der Raststätte befinden sich noch heute Aufschüttungen für die alte Trasse mit einer unvollendeten Wegunterführung und einer Bachunterführung!

Der Rückweg führte uns noch durch das „Salzburger Tor“, ein nach 1954 errichtetes torartiges Überführungsbauwerk mit künstlerischer Gestaltung der Außenseiten. Unmittelbar daneben befindet sich ein Parkplatz mit einem Autobahn-Denkmal, das an den österreichischen Baubeginn 1954 erinnert.

Mit etwas Verspätung begann dann unsere Hauptversammlung und wir konnten wieder einmal feststellen, dass das Wetter herrlich war und wir auf der Besichtigungsfahrt viel Interessantes von der Autobahn und von der Alpennordseite gesehen haben.

Dr.-Ing. Wolfgang Seele, Mannheim

Piding in Bayern, unmittelbar an der Grenze zu Österreich, war dieses Mal unser Treffpunkt, da wir uns über die österreichische A1, die Westautobahn Salzburg-Wien informieren wollten -  und zwar im Abschnitt von Salzburg bis zum Mondsee.

Baubeginn für diese Autobahn war der 7. April 1938 auf dem Walserberg. Bis Ende 1941 waren 28 km vollendet: von Piding bis Bergheim (nördlich von Salzburg) und von der gleichzeitig begonnenen Tauernautobahn (heute A10 nach Villach) der Ast vom Knoten Salzburg bis Anif. Der Rest der Westautobahn bis Zilling war einbahnig weitgehend fertig gestellt.

Unser Treffpunkt am 22.10. war Schloss Kleßheim nordwestlich von Salzburg, das 1940 bis 1942 zum „Gästehaus des Führers“ umgestaltet wurde und heute ein Casino beherbergt. Am Schloss stieß Herr Dr. Fasching zu uns, der uns von da an begleitete und kenntnisreich sowie humorvoll uns über alles Wichtige informierte. Ab Kleßheim durchfuhren wir eine ca. 500 m lange Einhausung der A1, wodurch die „Zerschneidung“ von Liefering aufgehoben wurde. Anschließend besichtigten wir eine Reihe von großen Brücken:

- die Salzachbrücke: die 117 m lange Stahlverbundbrücke stürzte bei Hochwasser 1959 ein; zunächst wieder in alter Form erneuert, ist 1998 ein moderner Neubau entstanden. An den Südseiten der alten Widerlager „bewunderten“ wir die erhaltenen Hoheitszeichen, ein Reichsadler mit Kranz in den Fängen (ohne Hakenkreuz) und Jahreszahl 1939

- der Talübergang Kasern: eine 143 m lange Stahlverbundbrücke, die noch in alter Form erhalten ist, leider aber nördlich und südlich durch moderne Begleitbrücken zur AS Salzburg-Nord verschandelt wird

- der Talübergang Söllheim: eine 287 m lange Bogenbrücke, 1941 (wie auch die nachfolgenden Brücken) nur einbahnig fertig gestellt

- zwei kleine Unterführungen bei Hallwang mit Hoheitszeichen

- der Talübergang Zilling: eine 302 m lange Bogenbrücke (14 Bögen) mit eingeschnittenen Figuren „Anmut“ und „Würde“ an den Pfeilern links und rechts  der B1

- die Bärentalbrücke: in einer leichten Kurve liegende 129 m lange Balkenbrücke, deren Widerlager und Pfeiler bis 1941 fertig gestellt waren; hier hielten wir Mittagsrast.

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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