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Die alten Sandsteinbrücken erhalten
Autobahn Arbeitsgemeinschaft aus Experten erkundet die denkmalgeschützten Bauwerke entlang der A 70

Von Werner Reißaus
 
Die Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte will die alten Sandsteinbrücken entlang der A 70 nach Möglichkeit erhalten. Bei einer Exkursion überzeugte sich die Mitglieder von der Bausubstanz, wie hier bei der Bogenbrücke oberhalb von Hettersreuth.

Harsdorf – Die Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte e.V. ist mit ihrem Vorsitzenden Wolfgang Jäger fest davon überzeugt, dass die historischen Sandsteinbrücken im Bereich der A 70 von Brücklein bis Harsdorf weitestgehend erhalten werden können. Das war jedenfalls das Ergebnis einer rund zweistündigen Exkursion. Rund 30 Brückenbau- und Straßenbauexperten aus ganz Deutschland und Tschechien beteiligten sich an der Besichtigungstour der Arbeitsgemeinschaft, die sich mit der Erforschung und Dokumentation der Geschichte der deutschen Autobahnen beschäftigt.

Die Exkursion begann am Pendlerparkplatz bei Unterbrücklein. Vorsitzender Wolfgang Jäger verwies darauf, dass man genau vor 70 Jahren mit dem Bau der A 70 begonnen hat. Die Trasse lag dann durch die Kriegswirren lange Zeit brach und wurde erst 1958 dem Verkehr übergeben. „Wir haben uns alle Brücken und Bauwerke angesehen und Ziel ist es, dass wir uns für die Brückenbauwerke einsetzen, die unter Denkmalschutz stehen. Bei allem Verständnis für einen Ausbau der A 70 muss trotzdem erreicht werden, dass die alten Zeitzeugen erhalten bleiben“, sagte Jäger.

Ein derartiges Beispiel bietet die Brücke bei Harsdorf, die die Eisenbahn und auch die Staatsstraße großräumig überspannt. Hier wurden wunderschöne Sandsteine aus der Region verbaut und Altbürgermeister Oskar Eichner, Trebgast, machte deutlich, dass man sich damals wirklich bemüht habe, landschaftsverbunden zu bauen. Vorsitzender Jäger bemerkte: „Das ist heute freilich nicht mehr möglich. Wir wissen, dass es an der A 9 mit dem sechsspurigen Ausbau nicht ging, die alten Brückenbauwerke zu erhalten, aber hier beim Ausbau der A 70 ist das möglich. Unser Verein hat die Fachleute, die ja in den Straßenbauverwaltungen in ganz Deutschland sitzen.“ Dass das geht, das zeigen die Brücken bei Brücklein und Harsdorf, wo der Unterbau erhalten und lediglich der Überbau erneuert wurde.“ Sowohl die Waldauer als auch die Harsdorfer Autobahnbrücke wurden aus Sandstein errichtet. Eichner: „Die Autobahn zwischen Brücklein und dem Autobahndreieck Kulmbach/Bayreuth ist übrigens fast genauso alt wie ich, deshalb habe ich als kleiner Bub auch Vieles hautnah miterlebt. Zum Beispiel auch die Motorradrennen, die auf dem stillgelegten Autobahnstück bis hinauf zum Bindlacher Berg durchgeführt wurden.“ Eichner berichtete, dass 1953 aus dem stillgelegten Autobahnstück die B 505 entwickelt und erst 1970 zur Bundesautobahn A 70 ausgebaut wurde. Die A 70 ist das letzte historische Autobahnstück im Zuständigkeitsbereich der Autobahndirektion Nordbayern und derzeit werde das Planfeststellungsverfahren in Gang gesetzt. 2009 soll bereits mit dem Ausbau begonnen werden.

http://www.frankenpost.de/nachrichten/ks/art2439,724753
Ressort Kulmbach Erschienen am 10.10.2007 00:00

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Pressespiegel
zum 17. Treffen in Wirsberg  28. -30.09.2007

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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