A 1  Vollsperrung des Kölner Westrings
am 02./03. Juni 2007

Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaues des Kölner Rings war auf der A 1 am ersten Juniwochenende 2007 eine Vollsperrung unumgänglich. Zwischen den Kreuzen Köln-Nord und Köln-West wurde die sonst stark befahrene Autobahn auf der Richtungsfahrbahn Koblenz komplett gesperrt. Für den lokalen Verkehr blieben die Anschlussstellen Köln-Lövenich und Köln-Bocklemünd in Fahrtrichtung Dortmund geöffnet. Der Fernverkehr wurde über den Kölner Ostring (A 3 / A 4) umgeleitet.

Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der zuständigen Autobahndienststelle in Köln des Landesbetriebes Straßenbau NRW für die freundliche Unterstützung.

Weitere Informationen zur Lärmschutzeinhausung Köln-Lövenich:
www.strassen.nrw.de/projekte/k-ring/a1-loevenich.html                                         

Die A 1 war in diesem Abschnitt noch nie vorher wegen Bauarbeiten gesperrt worden. Zum Abbau der Behelfsbrücken wird es eine weitere Vollsperrung geben müssen, eventuell Ende 2008. Der weitere Verlauf  des 6-streifigen Ausbaues kann durch Webcams verfolgt werden:

www.strassen.nrw.de/projekte/k-ring/a1ausbau.html                                             

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Pünktlich um 19.00 Uhr am Samstag, den 2. Juni 2007, begann die Sperrung. Das Durchsetzen einer solchen Sperrung zählt vor Ort zählt wohl zu den gefährlichsten Aufgaben eines solchen Arbeitswochenendes.  Die wenigsten Autofahrer wollen die Ersten sein, welche die Umleitungsstrecke zu befahren haben. Und so versuchten leider wieder einige, noch im letzten Moment die Absperrbaken zu umgehen, und fuhren dabei in unverantwortlicher Weise den vor Ort eingesetzten Mitarbeitern geradezu über die Füße.
Wenige Minuten später erfolgte dann offiziell der Baubeginn im gesperrten Abschnitt, und an allen „Brennpunkten“ setzte sofort reges Treiben ein.

Grund der Sperrung war der Abriss der Brücken „Jungbluthgasse" und „Diepenbeekallee/Eifelallee" (siehe Einzelberichte), welche zusammen mit der Brücke „Aachener Straße“ die Kölner Ortsteile Weiden und Junkersdorf miteinander verbinden. Beide o. g. Bauwerke haben für den sechsstreifigen Ausbau eine zu geringe Spannweite,  wurden an diesem Wochenende abgerissen und für die Phase des Neubaues durch Behelfsbrücken (teil-)ersetzt. Eingesetzt war viel schweres Gerät, unter anderem zwei Schwerlastkrane 400 t und 450 t, zwei Kettenbagger 30 t und 50 t, Bagger mit Hydraulikmeißeln, Zangenlöffeln und Greifern, zahlreiche Sattelkipper, mehrere Radlader, sowie Schwarzdeckenfertiger und Kehrmaschinen.

Die Arbeiten wurden von den Anwohnern mit großem Interesse verfolgt. Viele hatten Leitern an ihre Gartenmauern gestellt, um eine bessere Sicht zu haben, und – entsprechend dem Kölner Lebensgefühl – gab es sogar Gartenpartys. Jede Menge „professionelle“ Interviewpartner standen den ausgeschwärmten Journalisten der Zeitungen und  (Privat-) Fernsehsender zur Verfügung. Ein Anwohner wollte unbedingt – in gehörigem Sicherheitsabstand zu den Bauarbeiten – die Trasse betreten. Er berichtete, dass er vor rund 30 Jahren auf der Jagd nach einem entflogenen Papagei sich das letzte Mal auf die Autobahn getraut habe. Damals sei aber so gut wie kein Verkehr gewesen.

Durch die geschickte Planung der Autobahndienststelle des Landesbetriebes Straßenbau NRW in Köln konnten zahlreiche weitere Arbeiten in dem stauanfälligen Autobahnabschnitt gleich mit erledigt werden, so dass den Verkehrsteilnehmern zu anderen Zeitpunkten Verkehrsbehinderungen erspart werden konnten.
Im Kreuz Köln-West wurden Asphaltierungsarbeiten auf dem Überführungsbauwerk durchgeführt. Nördlich des Autobahnkreuzes wurden alte Fahrbahnmarkierungen entfernt und neue aufgetragen. Zwischen der Aachener Straße (B 55) und der Eisenbahnbrücke der DB-Strecke Köln – Aachen wurden Kanalarbeiten erledigt.  Auf weiten Teilen der Strecke konnten völlig gefahrlos Vermessungsarbeiten durchgeführt werden.  Zudem fanden Mäharbeiten statt.

Durch die Tatkraft aller eingesetzten Mitarbeiter und die ausgefeilte Organisation der Autobahndienststelle in Köln konnten die Arbeiten wesentlich schneller als geplant vollendet werden. Die Sperrung wurde daher am Sonntag, den 3. Juni 2007, gegen 15.50 Uhr – rund 70 Minuten eher als vorgesehen – wieder aufgehoben.

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weiter zu:  A 1 Ausbau in Köln - Fußgängerbrücke „Diepenbeekallee/Eifelallee"   

weiter zu:  A 1 Ausbau in Köln - Straßenbrücke „Jungbluthgasse"                         

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