A 3  Frankfurt am Main  -  Nürnberg

Ab 1948 erfolgte eine Prüfung der Reichsautobahnplanungen. Die Erfahrungen beim Bau und mit dem ersten Verkehr brachten schon sehr früh neue Erkenntnisse, besonders für die Trassierungsgrundlagen. Die föderale Gliederung der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland brachten zu dem Verschiebungen in den Verwaltungsgrenzen der Autobahnplaner mit sich. Die Grenzen der bisherigen Obersten Bauleitungen waren nach Nützlichkeitserwägungen gezogen worden und deckten sich nicht mit den staatlichen Verwaltungsgrenzen, die zwischen 1945 und 1949 auch in vielen Fällen geändert wurden.

Nach Abwägung verschiedener Linien erfolgte 1953 die Trassenfestlegung Frankfurt – Würzburg durch den damaligen Bundesminister für Verkehr Hans-Christoph Seebohm.
Zwischen Frankfurt und Aschaffenburg war schon vor 1943 die Trasse ausgeholzt worden und verschiedene Bauten errichtet worden. Im Mai 1955 konnten daher hier schon die ersten Arbeiten begonnen werden. Finanziert wurden diese durch einen Zwischenkredit vom 10 Millionen DM der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung. Erst am 18. Juli 1957 folgte die Festlegung der Trasse Würzburg – Nürnberg.

Talübergang Kauppen

Zwei getrennte Unterführungen aufgrund eines besonders breiten Mittelstreifen

Autobahndreieck Würzburg-West (A 81)

Hanglage am Spessartaufstieg

Autobahn Frankfurt - Würzburg 022_19

Neben Autobahnzubringern von Würzburg und Schweinfurt sticht besonders die 22 km lange B 505 zwischen A 3 bei Höchstadt (Anschlußstelle Pommersfelden in Trompetenform) und dem Raum Bamberg hervor. Aus den Zubringern Nürnberg – Fürth und Erlangen wurde später die A 73.

Im gesamten Abschnitt wurden 357 Bauwerke errichtet. 23 davon schon vor 1943.
Neben 18 Großbrücken finden sich 178 Unterführungen und Durchlässe, 90 Überführungen  48 Seitenbauwerke sowie sonstige Kunstbauten darunter.

Die A 3 war im beschriebenen Abschnitt eine der ersten Neubauautobahnen mit durchgehendem Seitenstreifen. Eine ganze Reihe von Überführungsbauwerken wurde auch von Anfang an so ausgelegt, daß ein späterer sechsstreifiger Ausbau der Fahrbahn möglich wäre.

Zur harmonischen Anpassung in die Landschaft trugen neben der Trassenführung auch mehrere Abschnitte mit verbreitertem Mittelstreifen und Fahrbahnstaffelungen an Hängen bei.
An einigen Stellen ließ man bewusst Felsbänke hervortreten. Dies lässt auch die Mühen des Erdbaues erahnen.
Auffallend hoch ist die Anzahl der Parkplätze auf beiden Richtungsfahrbahnen zwischen den Autobahnkreuzen Frankfurt am Main und Nürnberg. Neben ursprünglich vier großen beiderseitigen Tank- und Rastanlagen fanden sich lange Zeit mehr als 100 Parkplätze und einige Abstellplätze. Elf verfüg(t)en sogar über Quellen und Brunnen.
Viele Parkplätze wurden seit den Jahren der Verkehrsfreigabe bis zum Beginn des sechsstreifigen Ausbaues aufgegeben.

Autobahn Frankfurt - Würzburg  008_4A
A3 037_34
A3 038_35
A3 im Schnee F1000022
A3 Mittelstreifen F1000037
A3 Parkplatz 008_5
A3 Randersacker 036_33
A3 Regenrückhaltebecken034_31
A3 Überführung 037_34
A3 Überführung  Lindelbach 021_18
A3 Überführung  Theilheim 006_3
A3 Überführung F1000008
A3 Unterführung  013_10
A3 Unterführung F1000006
A3 Wertheim 013_10
Abstellplatz F1000019
Autobahndreieck Würzburg-West 014_11
Autobahndreieck Würzburg-West 017_14
Autobahnmeisterei 039_36
Biebelried 007_4
Biebelried 014_11
Biebelried 015_12
Doppelunterführung F1000029
Parkplatz Schnee F1000037
Rastplatz F1000032
Spessart F1000017
Talübergang Kauppen F1000013
Wasserdurchlaß 023_20

Zwischen den Autobahnkreuzen Frankfurt am Main (km 171,6) und Nürnberg (km 403,4) liegen 232 Kilometer.

Etwa 18 Kilometer im Raum Nürnberg mit hohem Baufortschritt konnten bis zur Einstellung der Bauarbeiten an den Reichsautobahnen 1943 errichtet werden.

214 Kilometer wurden völlig neu gebaut. In führender Position an diesen Arbeiten beteiligt war Hans Lorenz, einer der wichtigen Impulsgeber für den Autobahnbau u.a. „Erfinder“ der Klothoide und Gestalter der Strecke 138 („Durchgangsautobahn“).

Überführung bei Helmstadt

Überführung bei Lindelbach

Überführung bei Theilheim

Autobahnmeisterei im Einsatz

Östlich des Autobahnkreuzes Biebelried (A 7)

A3 Brunnen 016_13

Zugewachsene Brunnen neben und an der Autobahntrasse

Einst Parkplatz nun Rückhaltebecken

Abstellplatz am Spessartaufstieg

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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