Erneut musste am letzten November Wochenende im Jahre 2006 der Kölner Ostring im Zuge der A 3 voll gesperrt werden. Diesmal fanden umfangreiche Arbeiten zur Errichtung von Behelfsbrücken statt. Der 2. Ausbauabschnitt von sechs auf acht Fahrbahnen mit Seitenstreifen geht damit in seine heiße Phase. Die Gesamtkosten für den knapp zwei km langen Bereich werden bei rund 53 Millionen Euro liegen.

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So war alles bestens Vorbereitet, als bereits wenige Minuten vor der X-Zeit um 16.00 Uhr die A 3 in Südrichtung zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und den AK Köln-Ost sowie in Nordrichtung zwischen dem Autobahndreieck Heumar und der Anschlussstelle Köln-Dellbrück voll gesperrt wurde. Unmittelbar nach der Sperrung begannen die detailliert ausgearbeiteten Tätigkeiten.

Im Zuge des 8-streifigen Ausbaues der A 3 müssen die rund 70 Jahre alten bestehenden Brücken durch Neubauten ersetzt werden, da deren Spannweite nicht mehr ausreichend waren. Bis diese Neubauten fertig waren, überquerte der gesamte Verkehr die A 3 auf Behelfsbrücken .
Der meiste Verkehr läuft 4-streifig über die Bergisch Gladbacher Straße. Hier wurde auch die größte Behelfsbrücke errichtet, die aus massiven Metallfertigelementen zusammengesetzt wurde. Über diese Brücke rollte während des Baues der gesamte Kraftverkehr.

Die überdimensionierte Brücke im Zuge des Weges „Römerpfädchen“ wurde komplett abgerissen. Diese Stahlkonstruktion war ursprünglich für Schienenverkehr gebaut worden, wurde aber nur noch gelegentlich von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Ihre Mittelpfeiler waren sehr schlanke Pendelstützen, welche einem Aufprall eines heutigen Lkw kaum noch standhalten würden und daher schon lange durch einen massiven Betonaufprallschutz gesichert wurden. Diese Brücke wurde nicht ersetzt.

In den nächsten Wochen wurden von den ausführenden Bauunternehmen die nötigen Anschlüsse zu den Brücken errichtet. Sobald diese fertiggestellt waren wurden die verbliebenen Brücken abgerissen um an diesen Stellen mit den notwendigen Ersatzneubauten zu beginnen. Auch hierfür war wieder eine Vollsperrung von Nöten. Diese wurde am am 13./14. Januar 2007 durchgeführt

Eine besondere Herausforderung stellte die Straßenbahnlinie der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) dar. Hier überqueren 2-gleisig die Linien 3,13 und 18 die Autobahn. Zusätzlich führen an beiden Seiten noch Rad- und Fußgängerwege mit über die Brücke. Hier rechnete man auch mit den längsten Arbeiten zur Herstellung der neuen Anschlüsse.

Zusätzlich zu den Brückenbauarbeiten an vier Stellen nutzte die ehemalige Niederlassung Köln die Gelegenheit, um Schnittarbeiten im Mittelstreifen zwischen Leverkusen und Köln-Mühlheim durchzuführen. Dank des für November ungewöhnlich warmen und trockenen Wetters konnten im Bereich des AK Köln-Ost umfangreiche Markierungsarbeiten stattfinden. Ebenso gab es Arbeiten an der Fahrbahndecke. So konnten durch die gezielte Zusammenfassung verschiedenster Straßenunterhaltungsmaßnahmen weitere Behinderungen von Kraftfahrern vermieden werden. Planmäßig wurden alle diese Arbeiten durchgeführt und abgeschlossen, so dass mit Ablauf der 28 Stunden Frist die Strecke wieder freigegeben werden konnte.

Die seinerzeitige Niederlassung Köln hat an den interessantesten Punkten fünf Webcams installiert. So kann man den weiteren Verlauf der Bauarbeiten verfolgen.

Für den lokalen Verkehr spielt die Überführung Wichheimer Straße eine wichtige Rolle. Auch hier wurde ein Stück weiter südlich eine Brücke für den Rad- und Fußgängerverkehr errichtet. Die bisherige Brücke wurde ab 2.1.2007 gesperrt. Der Ersatzneubau wurde Ende Juli 2008 fertiggestellt.

Seit der letzten Vollsperrung nur 3 Monate zuvor war die ehemalige Niederlassung Köln des Landesbetriebes Straßebau NRW in der Zwischenzeit höchst rege. Zahllose Vorarbeiten für den Ausbau der A 3 zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und der Anschlussstelle Köln-Dellbrück wurden in der Zwischenzeit erledigt. Sichtbarste Zeichen waren der Wegfall des Mittelstreifens zur Verbreiterung der Fahrbahn und der Aufbau von Betongleitwänden als sicherer Ersatz. Ebenso wurde der Bewuchs an beiden Seiten der Autobahn entfernt und eine umfangreiche Baustellenmarkierung aufgebracht.

Für Fußgänger und Radfahrer wurde 50 m weiter südlich eine zusätzliche Behelfsbrücke mit einem Stahlunterbau und einem Holzüberbau erstellt. Diese Brücke wurde auf dem während der Bauzeit gesperrten Parkplatz „Tilsit“ gebaut.

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http://www.strassen.nrw.de/projekte/k-ring/a3ausbau.html

Errichtung von Behelfsbrücken bei  Vollsperrung der
 A 3 am Wochenende 25.–26.11.2006

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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